FCI-Standard


Nr. 369


KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer

 Molosser – Schweizer

 Sennenhunde

 Sektion 2.1 Molossoide - Doggenartige Hunde

 Ohne Arbeitsprüfung



Verwendung

Begleithund, Familienhund


Sein Wesen 

soll aufmerksam, selbstsicher, freundlich, weder aggressiv noch scheu sein.


Allgemeines Erscheinungsbild 

Ein kurzhaariger, athletisch 

gebauter, mittelgroßer, fast quadratischer, bulldogartiger Hund. Trotz seines 

kräftigen Körperbaus ist der Continental Bulldog beweglich und 

ausdauernd, auch bei raschem Trab oder Galopp soll er geräuschlos atmen. 

Sein Gewicht bewegt sich ungefähr zwischen 20 – 30 kg je nach Größe.


Widerristhöhe: Rüden: 42-50 cm Hündinnen: 40-48 cm


Rüden und Hündinnen sollen deutliches Geschlechtsgepräge haben.


WICHTIGE PROPORTIONEN:

Widerristhöhe: Brusttiefe 2:1

Widerristhöhe: Körperlänge 1:1.2

Widerristhöhe: Länge von Widerrist bis Rutenansatz 1:1

Diese Masse und Proportionen sind als Richtlinien zu verstehen, maßgebend

ist immer der Gesamteindruck eines Hundes, der Bulldog-Typ muss gewahrt 

werden.


KOPF:

OBERKOPF: Der Kopfumfang vor den Ohren gemessen sollte die 

Widerristhöhe nicht um mehr als 10% übertreffen. Von vorne gesehen 

erscheint der Kopf annähernd quadratisch mit einer leichten Ausbuchtung 

der Jochbogen.

Schädel: Die Stirnpartie ist flach bis leicht gewölbt. Stirnfalten vorhanden 

aber wenig ausgeprägt. Vom Stopp ausgehend verläuft eine breite, eher 

flache Stirnfurche bis zur Schädelmitte.

Stopp: Deutlich ausgeprägt aber ohne tiefe Einbuchtung.

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm: Breit, Nasenlöcher groß und gut geöffnet. Nase stets 

vollständig schwarz.

Fang: Breit, von vorne gesehen annähernd quadratisch. Der Nasenrücken ist 

gerade, weder aufgebogen noch abfallend. Verhältnis zur gesamten 

Kopflänge 1:3 (Toleranz 1:4). Nicht zu dicke Hautfalten beidseits des 

Nasenrückens. Unterkiefer inkl. Kinn breit und kantig. Bei geschlossenem 

Fang weder Zunge noch Zähne sichtbar. Deutliches Kinn, vorne nicht 

verdeckt durch die Oberlefzen.

Lefzen: Sie sollen dick sein. Pigmentierung am Rand gut geschlossen und 

möglichst vollständig. Die Lefzen des Oberkiefers sollen den Unterkiefer 

seitlich vollständig überlappen. Lefzen des Unterkiefers möglichst 

anliegend.

Kiefer/Zähne: Vorbiss ideal 1-5 mm, Toleranz bis zu 10 mm, 

Zahnleisten im Ober- und im Unterkiefer gerade und parallel. Zähne 

kräftig. 6 regelmäßig gestellte, gut entwickelte Schneidezähne 

zwischen den breit auseinander platzierten Eckzähnen. Fehlen der 

PM1 erlaubt, M3 werden nicht beachtet. Ein vollzahniges Gebiss ist 

anzustreben.

Backen: Straff und gut gerundet.

          

AUGEN: Rund, nach vorne gerichtet, weit auseinander liegend. Weder 

eingesunken noch hervorstehend. Gut anliegende, möglichst voll 

pigmentierte Augenlider. Beim geradeaus schauenden Hund soll kein Weiß

(Sclera) sichtbar sein. Iris dunkelbraun.

Rosenohr: d.h. auf der Rückenseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, 

der vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der 

Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.

OHREN: Hoch angesetzt, klein und dünn; der Ohrenansatz bildet mit der 

oberen Schädellinie eine Gerade. Entweder Rosen- oder Klappohr ist 

erlaubt.

Rosenohr: d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der 

vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel 

ist teilweise sichtbar.

Klappohr: bei Aufmerksamkeit nach vorne gekippt, so dass die Ohrenspitze 

ungefähr auf der Höhe des äußeren Augenwinkels liegt. In der Ruhe seitlich 

am Kopf anliegend.

Alle anderen Ohrenformen sind als Fehler zu betrachten.

HALS: Recht kurz und kräftig, aber nicht so kurz, dass der Kopf 

anscheinend direkt auf den Schultern sitzt. Gut gewölbte Nackenlinie. 

Wenig Hautfalten im Bereich der Kehle sind erlaubt.

KÖRPER: Der Widerrist liegt nur unbedeutend höher als die Lendenpartie.

Obere Profil Linie: So gerade wie möglich.

Widerrist: Die Rückenlänge, vom Halsansatz bis zur Rutenwurzel, 

entspricht der Widerristhöhe.

Rücken: Kurz und kräftig.

Lenden: Von oben gesehen nur unwesentlich schmaler als die Brustpartie.

Kruppe: Leicht abfallend.

Brust: Brusttiefe bis zu den Ellbogen reichend, entspricht bei idealen 

Verhältnissen ½ der Widerristhöhe. Rippen gewölbt und Brustkorb 

geräumig.

Untere Profillinie und Bauch: Bauch mäßig aufgezogen.

RUTE: Tief angesetzt, kräftig, am Ansatz dick und sich allmählich 

verjüngend. Rundum dicht behaart, aber ohne Fransen.


Idealerweise bis zu den Sprunggelenken reichend. Gerade oder leicht 

gebogen. In der Ruhe hängend, in der Bewegung angehoben, aber nicht über 

den Rücken gerollt getragen.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND:

Allgemeines: Läufe auch von vorne gesehen gerade, stämmig und stark.

Schulter: Breit, schräg und gut bemuskelt. Das Schulterblatt soll fest am 

Brustkorb anliegen.

Oberarm: Gut am Körper anliegend und gute Winkelung zum Schulterblatt.

Ellenbogen: Fest am Körper anliegend;

Unterarm: Kurz und kräftig, nur wenig schräg.

Vorderpfoten: Dick und geschlossen, weder nach innen noch nach außen 

gedreht. Die Krallen sind kurz und dunkel gewünscht.

HINTERHAND:

Allgemeines: Hinterläufe starkknochig und gut bemuskelt, von hinten 

gesehen parallel.

Kniegelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach außen gedreht.

Sprunggelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach außen gedreht.

Hintermittelfuẞ: Kurz und stark.

Hinterpfoten: Dick und geschlossen, weder nach innen noch nach außen 

gedreht. Die Krallen sind kurz und dunkel gewünscht

GANGWERK: Regelmäßige, flüssige Bewegungen, guter Vortritt, 

raumgreifender Schub.

HAUT: Elastisch ohne Faltenbildung am Körper und Läufen.

HAARKLEID:

Haar: Deckhaar kurz, dicht, glatt, glänzend, nicht borstig. Unterwolle 

kurz, dicht und fein. Fehlende Unterwolle gestattet.

Farbe: Alle Farben, die von schwarzer Nase begleitet sind. Einfarbig, 

gestromt oder weiß kombiniert, mit oder ohne schwarze Maske. Ein 

Bestimmtes Fleckenmuster wird nicht angestrebt. Die Farben Blau

und Braun sind nicht gestattet.



FEHLER:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen 

werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der 

Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das 

Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist. 

• Zu wenig Bodenabstand

• Kopfumfang übersteigt die Widerristhöhe um 10 – 20%

• Schwach entwickelte Zähne

• Vorbiss 11-15 mm

• Ungleich getragene Ohren

• Kurz und / oder leicht deformierte Rute

• Wenig dichte Behaarung

• Über- oder Untergrösse (Innerhalb der Toleranz) beim sonst 

korrekten Hund

• Passgang oder über den Boden schleifende Pfoten.

SCHWERE FEHLER:

• Kopfumfang übertrifft die Widerristhöhe um mehr als 20%

• Über die Stirnköcker lappende Hautfalten

• Zu große Nasenfalte

• Stehoren

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

• Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder 

Verhaltensstörungen aufweisen.

• Atemgeräusche in Aktion oder beim ruhigen Stehen

• Blaue oder Birkaugen

• Entropium / Ektropium

• Sichtbare Schneide- oder Fangzähne oder Zunge bei geschlossenem 

Fang

• Vorbiss über 15 mm